Lohnstudie 2018 - Interview mit Christan Atkinson, Director Robert Walters Schweiz

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Christian Atkinson ist seit 2015 Director der Robert Walters Schweiz AG in Zürich und verfügt über mehr als zehn Jahre Erfahrung im Recruitment von Fach- und Führungskräften. 

Was sind 2018 die wichtigsten Entwicklungen am Schweizer Arbeitmarkt? 

2018 bleiben die Löhne grösstenteils stabil. Am wichtigsten ist es, dass die Digitalisierung branchenübergreifend immer bedeutender wird. Unternehmen aus allen Branchen suchen Bewerber mit Erfahrung im Schweizer Markt und relevanten Sprachkenntnissen wie beispielsweise Deutsch, Englisch, Französisch, Russisch oder Mandarin. Aus unserer internen Kandidatenumfrage geht hervor, dass Arbeitnehmer in der Schweiz 2018 einen Lohnanstieg von 5 bis 10 %* erwarten.

Der Bereich Finanz- und Rechnungswesen ist ein wichtiges Standbein von Robert Walters in der Schweiz. Wie entwickeln sich die Löhne in dieser Branche?

Die Löhne blieben weitestgehend konstant, wobei die Anforderungen der Arbeitgeber gestiegen sind. Auch für 2018 wird erwartet, dass Finance-Spezialisten längere Arbeitszeiten akzeptieren und über spezialisiertes Wissen im Bereich Berichtsstandards und IT-Systeme verfügen.

Welche Auswirkungen haben die Digitalisierung und die Einführung von MiFID II auf den Personalbedarf in der Schweiz?

Die Lohnniveaus im Bereich Banking und Financial Services bleiben 2018 stabil. Grund hierfür sind die bereits historisch hohen Löhne. Jedoch wird 2018 nach anderen Bewerberprofilen gesucht, da neue Steuerregularien in Kraft treten. Der Personalbedarf wird sich in Multi-Family-Offices weiter erhöhen und auch Banken suchen vermehrt Spezialisten, um die Einführung von MiFID II voranzutreiben. Zudem beeinflussen Technologien die Einstellungsvoraussetzungen der Banken, da Prozesse immer öfter digitialisiert werden. Somit wird auch im Bereich Banking und Financial Services vermehrt digitales Fachpersonal gesucht. 

In der Schweiz vermittelt Robert Walters auch Interim-Fachkräfte. Wie entwickelt sich dieser Markt aktuell?

Die Löhne waren auch 2017 stabil mit Ausnahme von Bereichen, in denen Fachkräftemangel herrschte, beispielsweise im Datenschutz und bei Compliance sowie für Bewerber mit spezifischen Markt- und Sprachkenntnissen. 2018 werden Interim-Experten für Regulierungsbereiche der Finanzdienstleister gesucht. Zudem befindet sich die Fintech-Branche weiterhin im Wachstum und sucht nach erfahrenen Projektmanagern.

Die Luxusbranche in der Schweiz ist sehr bedeutend. Wie sehen hier die aktuellen Personaltrends aus?

Trotz zahlreicher Einstellungen war die Lohnentwicklung schleppend und bleibt auch 2018 stabil. Gründe hierfür sind die historisch überhöhten Löhne und der Wertverlust des Schweizer Franken gegenüber dem Euro. Dadurch liegt der Fokus bei den Angebotsverhandlungen auf Aspekten wie einer guten Work-Life-Balance und transparenten Karriereplänen.   

Was empfehlen Sie Unternehmen in der Schweiz, die ihre Personalsuche verbessern möchten?

Auch 2018 wird der Lohn für viele Bewerber Priorität haben. Jedoch rückt die Bedeutung von Work-Life-Balance und eines unterstützenden Arbeitsumfeldes immer mehr in den Vordergrund. Um die besten Bewerber für sich zu gewinnen, müssen Unternehmen klare Karriereperspektiven aufzeigen sowie Schulungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten anbieten.

*Alle Angaben stammen aus Robert-Walters-Untersuchungen (Lohnstudie 2018).

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