Wenn Covid-19 die Finanzfunktion transformiert

Zürich, Juni 2021 

Schon vor dem Beginn der COVID-19-Pandemie hatten viele Branchen begonnen, sich zu verändern, doch wurden von der Krise grösstenteils unterbrochen. Die Personalvermittlung Robert Walters hat eine internationale Umfrage unter mehr als 5.500 Finanzfachleuten durchgeführt, die aufzeigt, wie sich die Gesundheitskrise auf die Finanzfunktion ausgewirkt hat und was diese Veränderungen für Finanzfachleute heute bedeuten.

Finanzfunktion: von COVID-19 Krise eher verschont

Die Gesundheitskrise hat sich auf alle Unternehmen ausgewirkt und zu Veränderungen im Betriebsmodell, in der Lieferkette und in unterstützenden Funktionen wie dem Finanzwesen geführt.

Während viele Arbeitnehmer gezwungen waren, ihre Arbeitszeit oder ihren Lohn zu reduzieren (23 % der Fachleute im Baugewerbe, 22 % der Ingenieurfachleute), scheint die Finanzfunktion verschont geblieben zu sein: nur 7 % der Fachleute waren in diesem Bereich von den Massnahmen betroffen.

Der Finanzbereich hat jedoch eine andere, grössere Auswirkung in Bezug auf seine Belegschaft erfahren. Insgesamt waren 40 % der Unternehmen weltweit gezwungen, einen vorübergehenden Einstellungsstopp in ihrer Finanzfunktion zu verhängen. Das Hotel- und Freizeitgewerbe war besonders stark betroffen: 95 % der Unternehmen mussten den Personalbestand in der Finanzfunktion einfrieren, und die Zahl der offenen Stellen in diesem Bereich ist innerhalb eines Jahres um fast 5 % gesunken. In anderen Branchen dagegen, wie z.B. Private Equity, ist die Zahl der offenen Stellen im Finanzbereich dagegen um mehr als 6 % gestiegen

« Als Konsequenz aus der Krise und den damit verbundenen Unsicherheiten war die Freizeit-, Reise- und Tourismusbranche zu einem Einstellungsstopp gezwungen. Wir sehen jedoch eine sehr kürzlich festzustellende Erholung in diesem Markt, während wir uns der zweiten Hälfte des Jahres 2021 nähern. Private Equity ist nach wie vor besonders dynamisch und profitiert von anhaltend niedrigen Zinsen und interessanten Zielen, sowohl in Bezug auf Turnaround als auch auf Wachstum. », kommentiert Guillaume Blanchin, Direktor von Robert Walters in Genf.

Finanzfachleute befürworten Beibehaltung der Arbeit aus der Ferne

Eine weitere Auswirkung der Pandemie betrifft die Mitarbeiter und ihr Arbeitsumfeld. Als Konsequenz der zwischenzeitlich verpflichtenden Arbeit von Zuhause gaben 32 % der Finanzfachleute an, dass sie mehr gearbeitet haben als im letzten Jahr, was sich auf ihre Work-Life-Balance ausgewirkt hat. Zeitgleich erkennen 45 % von ihnen an, dass ihre Produktivität in diesem Zeitraum gestiegen ist.

Den Fachleuten scheint diese neue Arbeitsumgebung zu gefallen, denn 70 % von ihnen würden gerne die Möglichkeit haben, regelmässiger aus der Ferne zu arbeiten, und 17 % würden dies sogar dauerhaft tun.

Neue Fähigkeiten für Finanzfachleute erforderlich

Neue Umgebung, neue Aufgaben: Der Alltag von Finanzfachleuten hat sich seit dem Beginn von Covid-19 stark verändert. Unvorhergesehenen Ereignissen und Risiken zu managen sowie Daten und Technologien richtig zu nutzen, um schnell Finanzentscheidungen zu treffen, sind nun ein integraler Bestandteil ihrer Aufgaben.

So wie sich die Prioritäten geändert haben, so haben sich auch die Fähigkeiten geändert, die zur Erfüllung dieser neuen Aufgaben erforderlich sind: 47 % der Finanzfachleute glauben, dass ihre Fähigkeiten nicht mehr mit den zukünftigen Prioritäten übereinstimmen. Diese Einschätzung wird von den meisten Finanzabteilungen geteilt, die über einen Mangel an Schlüsselqualifikationen berichten. 55 % der befragten Fachleute sind der Meinung, dass die technologischen Fähigkeiten verstärkt werden müssen.

«Covid-19 hat die Finanzfunktion dazu gedrängt, qualitativ hochwertige Analysen in noch kürzeren Zeiträumen zu erstellen, um operative und strategische Entscheidungen zu begleiten. In diesem Zusammenhang müssen Finanzfachleute, die sich der Bedeutung von Tools und Daten bereits bewusst sind, ihre technologischen und digitalen Fähigkeiten weiterentwickeln», schlussfolgert Guillaume Blanchin.

 

 

Methodik: Befragung von über 5.500 Fachleuten und 2.200 Unternehmen in 31 Ländern durch Robert Walters 

Über Robert Walters Schweiz 
Robert Walters ist eine der weltweit führenden Personalberatungen und spezialisiert auf die Vermittlung  hochrangiger Fachkräfte des oberen und mittleren Managements in die folgenden Geschäftsbereiche:  Accounting & Finance, Legal, Banking & Financial Services, Technology, Procurement & Supply Chain sowie Consulting. Das Unternehmen hat ausserdem eine Interim Management-Tätigkeit entwickelt, um dringende und strategische Transformationen in Unternehmen (Change Management, Krisen, Internationalisierung...) zu leiten. Robert Walters verfügt seit mehr als 10 Jahren über spezialisierte Teams in der Schweiz, die auf die Standorte Zürich und Genf verteilt sind.

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