Gehaltsaussichten 2026 zeigen vorsichtigen Optimismus
Arbeitgeber, die Talente halten möchten, können Gehaltsgespräche nicht länger umgehen. Laut der neuesten Gehaltsumfrage des Schweizer Personaldienstleisters Robert Walters bleiben Organisationen zwar vorsichtig in ihren Planungen für 2026, doch die Bedeutung fairer Vergütung und klarer Kommunikation ist bei Arbeitgebern und Mitarbeitenden so gross wie nie.
Vorsichtige Pläne, aber klare Ambitionen
Viele Unternehmen halten ihre Gehaltsbudgets eng, unternehmen gleichzeitig aber Schritte zur Bindung und Motivation. Fast sieben von zehn Arbeitgebern (68 %) planen eine Gehaltserhöhung von 1–5 % in 2026, ein Signal, dass sie trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten weiterhin in Talente investieren wollen. Auch Boni bleiben ein wichtiger Pfeiler: 45 % der Arbeitgeber planen, einen Bonus von mindestens 5 % zu gewähren, was die Wertschätzung von Leistungen in herausfordernden Zeiten unterstreicht.
Mitarbeitende rechnen mit Wachstum
Die Mitarbeitenden zeigen auffälliges Vertrauen: 35 % erwarten eine Gehaltserhöhung von 1–5 %, 22 % gehen von 5–10 % aus und 10 % hoffen sogar auf mehr als 10 %.
Christian Atkinson, Country Director bei Robert Walters Switzerland, erklärt: „Fachkräfte sehen, dass Arbeitgeber vorsichtig bleiben, spüren gleichzeitig aber, dass sich die Perspektiven verbessern. Der Dialog über Vergütung wird offener, und das ist eine positive Entwicklung für beide Seiten.“
Retention unter Druck, aber mit Chancen
Dieses Gespräch ist kein Luxus: Fast sieben von zehn Fachkräften (68 %) ziehen einen Jobwechsel in Betracht, falls es 2026 keine Gehaltserhöhung gibt. Atkinson sieht darin eine strategische Chance: „Arbeitgeber, die jetzt in wettbewerbsfähige Gehälter und transparente Kommunikation investieren, können sich 2026 wirklich abheben. Jetzt ist der Moment, um zu zeigen, dass Mitarbeitende wertgeschätzt werden.“
Benchmarking wird Standard
Sowohl Unternehmen als auch Fachkräfte legen immer mehr Wert auf objektive Gehaltsdaten. 45 % der Organisationen führen jährlich Benchmarking durch; auf der Mitarbeitendenseite tun dies 49 %. Dieses wachsende Bewusstsein ist kein Zufall: Fast die Hälfte der Fachkräfte (47 %) hat schon einmal festgestellt, dass ein Kollege in derselben Position mehr verdient — ein klarer Anreiz für Unternehmen, stärker auf Gehaltstransparenz und Gleichberechtigung zu setzen.
Ausblick auf ein ausgewogenes 2026
Obwohl Organisationen vorsichtig bleiben, schimmert ein leichter Optimismus durch.
Transparenz, Marktvergleich und faire Vergütung werden laut Robert Walters die Säulen eines gesunden Gleichgewichts zwischen Zufriedenheit und Mitarbeiterbindung in 2026 sein und einen wichtigen Hebel für Arbeitgeber darstellen, die ihre Talente halten möchten.
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Christian Atkinson
Country Director | Robert Walters SwitzerlandPhone: +41 44 809 3513
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