Die Kunst der Selbstvermarktung (ohne arrogant zu wirken)
Fällt es Ihnen schwer, am Arbeitsplatz sichtbar zu sein, ohne egoistisch zu wirken? Sie sind nicht allein. Viele Fachkräfte haben mit diesem Thema zu kämpfen, besonders gegen Ende des Jahres, wenn die Ergebnisse ausgewertet werden und die jährlichen Beurteilungsgespräche im Januar bevorstehen. Laut dem Schweizer Personaldienstleister Robert Walters ist dies jedoch der perfekte Zeitpunkt, um sich positiv in Szene zu setzen.
Nicht durch Prahlerei oder Selbstbeweihräucherung, sondern indem man bewusst zeigt, welchen Wert man im vergangenen Jahr beigetragen hat. Wer dies auf natürliche Weise tut, erhöht seine Chancen auf Anerkennung, Weiterentwicklung und sogar eine Beförderung im neuen Jahr.
Warum Sichtbarkeit gerade jetzt so wichtig ist
Viele Fachkräfte sind überrascht, wenn ihr jährliches Beurteilungsgespräch weniger Wirkung zeigt als erwartet. Häufig liegt dies nicht an der eigenen Leistung, sondern an mangelnder Sichtbarkeit. Führungskräfte haben im vierten Quartal viel zu tun, und nicht jeder Erfolg bleibt ihnen im Gedächtnis. Wer bis zum Gespräch wartet, um seine Erfolge zu präsentieren, ist oft zu spät. Daher ist das Jahresendquartal ideal, um auf subtile Weise auf das zurückliegende Jahr hinzuweisen – und das geht problemlos, ohne arrogant zu wirken.
Erzählen Sie Geschichten, keine Zahlen
Die Art und Weise, wie Sie über Ihre Leistungen sprechen, entscheidet darüber, wie sie wahrgenommen werden. Anstatt zu sagen, dass Sie ein Projekt in Rekordzeit abgeschlossen haben, könnten Sie erklären, dass es eine echte Herausforderung war, die Fristen einzuhalten, aber dass Sie dank klarer Prioritäten und guter Zusammenarbeit erfolgreich waren. Wenn Sie den Fokus auf Teamarbeit und Lernprozesse legen, wirkt Ihre Botschaft authentisch und nachvollziehbar. Geschichten bleiben zudem viel eher im Gedächtnis als trockene Auflistungen von Ergebnissen.
Nutzen Sie das 4. Quartal, um sichtbar zu werden
Sie müssen nicht bis zum Beurteilungsgespräch warten, um über Ihre Erfolge zu sprechen. Das vierte Quartal bietet zahlreiche natürliche Gelegenheiten dafür. In Team-Meetings können Sie kurz berichten, was gut gelaufen ist und welche Erkenntnisse Sie gewonnen haben. Bei internen Präsentationen oder Projektdiskussionen lohnt es sich, konkrete Beispiele einzubringen, bei denen Sie einen messbaren Beitrag geleistet haben.
Auch in informellen Gesprächen mit Ihrem Vorgesetzten können Sie erwähnen, worauf Sie stolz sind und in welchen Bereichen Sie im kommenden Jahr weiter wachsen möchten.
Kleine, kontinuierliche Signale sorgen dafür, dass Ihre Arbeit im Gedächtnis der Führungskraft bleibt, wenn diese die Beurteilungen vorbereitet.
Wer bereits im Jahresendquartal über seine Leistungen spricht, stärkt seine Position, ohne aufdringlich zu wirken.
Lassen Sie andere für sich sprechen
Positives Feedback von Kunden oder Kollegen ist während eines Beurteilungsgesprächs besonders wertvoll. Sammeln Sie dieses Feedback im Verlauf des vierten Quartals oder beziehen Sie es subtil in Gespräche ein. Zum Beispiel könnten Sie erwähnen, dass ein Kunde hervorhob, wie sehr Ihre Zusammenarbeit den Unterschied gemacht hat, und dass Sie dies gerne mit dem Team teilen möchten. So zeigen Sie Stolz, ohne überheblich zu wirken, und verdeutlichen zugleich, dass Ihre Ergebnisse von anderen anerkannt werden und Auswirkungen auf das Team und die Organisation haben.
Selbstbewusstsein ist nicht gleich Arroganz
Der Unterschied zwischen Selbstbewusstsein und Arroganz liegt in der Intention. Arroganz möchte beeindrucken, Selbstbewusstsein möchte Wirkung erzielen. Wenn Sie Ihre Erfolge aus Stolz, Neugierde oder dem Wunsch, einen Beitrag zu leisten, teilen, wirkt das authentisch. Genau diesen Ton schätzen Führungskräfte in Beurteilungsgesprächen: realistische Selbsterkenntnis gepaart mit echter Motivation zur Weiterentwicklung.
Am Jahresende lohnt es sich daher, einen Moment für die Reflexion Ihrer Erfolge einzuplanen, aktiv Feedback einzuholen und sich selbst anzuerkennen. Überlegen Sie auch, welche Ziele Sie im kommenden Jahr verfolgen möchten. So zeigen Sie, dass Sie Ihre Karriere proaktiv gestalten – ohne arrogant zu wirken.
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